Resilienz – den Erfolgsfaktor in Zeiten zunehmender exogener Schocks, gezielt steigern: Das Competitive Business Model Metals (CBM.M) von Bronk & Company

Seit über zehn Jahren unterstützen wir bei Bronk & Company unsere Kunden in der Metallindustrie bei der Bewältigung strategischer und operativer Herausforderungen. Unser jährliches Branchentreffen Metal Meets zeigt eindrucksvoll, wie wechselnde Schwerpunkte – grüne Transformation, Performance-Optimierung, Digitalisierung und KI – die Branche prägen. Unternehmen sind neben langfristigen Trends immer auch von kurzfristigen Veränderungen der Rahmenbedingungen betroffen.
Krisen wie die Corona-Pandemie, der Angriff Russlands auf die Ukraine, der Zollstreit mit den USA und der aktuelle Krieg zwischen Iran, den USA und Israel haben erhebliche Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis. Unternehmen, die trotz dieser Störungen in der Lage sind, Wertschöpfung zu erhalten bzw. diese schnell wiederherzustellen, werden in diesem Zusammenhang als resilient bezeichnet.
Für Entscheider stellt sich die Frage, wie sie ihr Unternehmen langfristig auf solche Ereignisse vorbereiten können und welche strategischen Stärken sie entwickeln müssen, um negative Auswirkungen zu kompensieren und nach einer Krise schneller wieder durchzustarten. Als Antwort auf die Suche nach der Resilienz im Bereich Metallerzeugung haben wir das Competitive Business Model Metals (CBM.M) entwickelt.

Unser Ansatz

Wir gehen davon aus, dass Unternehmen zur Bewältigung von Krisen zwei Eigenschaften mitbringen müssen: Robustheit und Anpassungsfähigkeit. Robuste Geschäftsmodelle werden durch äußere Einwirkungen wie Störungen in den Lieferketten, Schwankungen bei Energiepreisen oder Absatzschwächen einzelner Kundensegmente weniger beeinflusst. In anpassungsfähigen Unternehmen sucht und nutzt man die Chancen, die in Veränderungen liegen, hat flexible Teams mit unterschiedlichsten Kompetenzen aufgebaut, neue Märkte im Blick und viele neue Produkte in der Entwicklungspipeline.

Top-Performer unserer Branche haben diese beiden Eigenschaften besser ausgeprägt als ihre Mitbewerber und können so aus einer Krise gestärkt hervorgehen. Sie arbeiten gezielt daran, gleichzeitig robust und anpassungsfähig zu sein und dafür die richtigen Stellhebel zu betätigen.
Für unser CBM.M haben wir den Entwicklungsstand von über 40 Unternehmen der Branchen Stahl-, Aluminium- und Kupferherstellung zur Robustheit und Anpassungsfähigkeit ihrer Geschäftsmodelle quantitativ erfasst. In der Gruppe „Performance Alloys“ haben wir zum Vergleich zusätzlich die Produzenten von Werkstoffen auf Basis von Nickel, Cobalt, Titan, etc. zusammengefasst, mit denen trotz kleinerer Tonnagen auch relevante Umsätze erzielt werden. Unser Modell erlaubt damit eine Standortbestimmung zur Krisenfestigkeit sowohl gegenüber dem direkten Wettbewerb als auch zwischen den Haupt-Werkstoffen in der Metallindustrie.

Abbildung 1 zeigt die Einordnung der Unternehmen in der CBM.M-Matrix. Dabei wird auf den Achsen ein normierter Score für Anpassungsfähigkeit bzw. Robustheit dargestellt; die genannten Branchen sind farblich codiert. Die Größe der Markierung reflektiert die Unternehmensgröße in drei Kategorien nach Umsatz.

Datenbasis und Methodik

Als Datenbasis dienen zunächst Informationen, welche die Unternehmen selbst in Geschäftsberichten, Pressemitteilungen, Fachartikeln, sowie im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlichen, solche, die in der Fachpresse erscheinen und im Interview ermittelte Kennzahlen.
Für den Kennzahlensatz jedes Unternehmens bestimmen wir einen Gütegrad, der anzeigt, wie verlässlich die Einordnung auf der CBM.M-Matrix bewertet werden kann. Dieser basiert sowohl auf der Anzahl als auch auf einer Einstufung der Qualität der verfügbaren Datenpunkte absteigend von in Interviews erfragten, in verlässlichen Quellen veröffentlichten, zu berechneten und geschätzte Werten. Der Gütegrad wird in Abbildung 1 durch die Transparenz dargestellt: je besser der Informationsstand, desto „solider“ erscheint der Datenpunkt. Mittels einer Normierung der Scores auf den Skalen stellen wir sicher, dass größere, berichtspflichtige Unternehmen mit vielen veröffentlichten Kennzahlen nicht automatisch besser abschneiden als kleinere Firmen, zu denen üblicherweise weniger Informationen verfügbar sind.

Neben der vergleichenden Einordnung ermöglicht unser Modell eine Ableitung relevanter strategischer Handlungsfelder zur Steigerung der Resilienz: Aus einer Vielzahl von Einflussfaktoren auf die Dimensionen Robustheit und Anpassungsfähigkeit haben wir eine relevante Palette von 31 Kennzahlen in 8 Kategorien ausgewählt, die für die Metallbranche logisch auf diese beiden Dimensionen des CBM.M wirken.
Abbildung 2 zeigt für diese Kategorien die Verteilung der ermittelten Werte aller bisher untersuchten Firmen innerhalb der normierten Skala. Wir sehen im Mittel gute Bewertungen in „traditionellen“ Disziplinen wie (Markt-)Diversifikation und Risikomanagement, während sich für die betrachteten Unternehmen im Mittel niedrigere Bewertungen bei Agilität & Innovation bzw. Liquidität & Kapitalstruktur ergeben haben.

In der Gesamtbetrachtung zeigt sich, dass keines der Unternehmen in allen Kennzahlen die besten Werte erzielt, was auf den normierten Skalen mit einem Wert nahe 1 bewertet werden würde, so dass der Quadrant der „Champions“ in unserer Abbildung 1 weitgehend frei bleibt. Jedes Unternehmen hat offensichtlich eigene Schwerpunkte, Stärken und Entwicklungsfelder. Unser Modell erlaubt daher eine Detailbetrachtung nach den Kategorien und bis runter auf die Kennzahlenebene. Damit zeigen wir schnell die richtigen Hebel auf und können die Strategieentwicklung durch Priorisierung von Schwerpunkten unterstützen.

Zu einigen der Kennzahlen wie z.B. den CO2-Emissionen pro €-Umsatz, der Reichweite der Vorräte oder der Personalproduktivität in MA/€ EBITDA ergeben sich interessante Vergleiche zwischen Marktteilnehmern und Branchen, zu denen wir in zukünftigen Artikeln berichten werden.

Zusammenfassung

Unser Competitive Business Model Metals (CBM.M) ist ein konsistentes Bewertungsmodell, das zielgerichtete Hinweise für die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells liefert und eine strukturierte Guidance für die strategische Stärkung der Resilienz bietet.

Call to Action: Wenn Sie wissen möchten, wo Ihr Unternehmen steht und welche Handlungsfelder sich daraus ableiten, sprechen Sie uns an. Das Modell liefert nicht nur eine Standortbestimmung, sondern auch konkrete Ansatzpunkte, um Robustheit und Anpassungsfähigkeit zu stärken und damit die eigene Strategie zukunftssicher auszurichten. Ein Interview und ein kompakter Fragebogen (ca. 1–2 Stunden) sind die Eintrittskarten um ihre Positionierung im CBM.M zu bestimmen und die anonymisierte Einordnung ihrer Wettbewerber sowie eine detaillierte Bewertung nach Kategorien und Kennzahlen zu erhalten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an info@bronk-company.com.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Jan Hecht,
Manager

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